Die Gemeinschaft und Mitarbeiter

Einige von uns leben ständig in Aham. Das ist die Gemeinschaft im engeren Sinne; der lebendige Kern des Ganzen. Andere kommen seit Jahren regelmäßig nach Aham und planen, gestalten, und tragen mit an dem, was hier geschieht. Mit diesen Menschen sind wir in tiefer Freundschaft verbunden. Es gibt auch Menschen, die nach Aham kommen und eine Zeitlang bleiben. Sie probieren sich aus, probieren auch uns aus und gehen dann weiter; manchmal, um eine eigene Gemeinschaft zu gründen. Uns alle verbindet die Freude an der gemeinsamen Arbeit. Diese Freude ist der eigentliche Lohn, den wir für unsere Arbeit empfangen. Wir empfinden das als einen guten Lohn.

Die Gemeinschaft

Rolf und Sarah Grigat

Die Gemeinschaft in Aham ist für uns ein großes menschliches und geistiges Experiment. Zusammen mit unseren Freunden haben wir uns auf die Frage eingelassen: „Wie können wir gemeinsam auf eine freie und schöpferische Weise unseren christlichen Glauben leben?“

Wir haben im Jahr 2005 die Stiftung Aham ins Leben gerufen. Zusammen mit Renata und Joseph bilden wir seither den Vorstand der Stiftung.

Renata Egeter

Hilf, Herr meines Lebens, dass ich nicht vergebens hier auf Erden bin. Diese Liedzeile drückt aus, was ich schon früh gespürt habe: Ich möchte ein auf Gott und Menschen bezogenes sinnvolles Leben führen. Danach habe ich gesucht. In Aham habe ich erfahren, was es bedeutet, das Leben mit Sinn zu füllen. Vor 13 Jahren bin ich mit meinem Mann nach Aham gezogen, wo wir seither leben und arbeiten.

Zu der beruflichen Tätigkeit als Psychotherapeutin und Kursleiterin sind diverse Aufgaben und Verantwortungen hinzugekommen. Als Mitglied des Vorstandes der Stiftung Aham bin ich für die Gemeinschaft zuständig. Zusätzlich kümmere ich mich um die Gäste im Offenen Kloster. Was mir noch sehr am Herzen liegt, sind die Gärten rund um die Stiftung.

Joseph Egeter

Mein eigener spiritueller Weg führt mich nach Innen, und so ist die Stille zu einem entscheidenden Thema meines Lebens geworden. Zunächst einmal geht es mir darum, selbst in die Stille zu kommen, um dann auch anderen Menschen einen Zugang zur Stille zu öffnen. Meine Arbeitszeit und Arbeitskraft setze ich dafür ein, Aham, wo ich nun schon seit 13 Jahren lebe, so zu erhalten und zu gestalten, dass dieser Ort Menschen anzieht.

Ich bin Mitglied des Vorstandes der Stiftung. Mein Beruf als Schreiner hilft mir bei der Instandhaltung der Gebäude. Wirklich kreativ herausgefordert bin ich jedoch bei der Gestaltung der Räume für die Kurse und im schöpferischen Umgang mit den Menschen.

Carmen Waldner

2013 habe ich mich der Gemeinschaft Aham an­ge­schlossen, was einem Neubeginn in meinem Leben entspricht. Mehr und mehr erweist sich der Glaube als tragender Boden, auf dem ich auf neue Weise mit Menschen in Beziehung treten kann. Dies geschieht zum Beispiel, wenn ich eine kleine Pilgergruppe oder ehrenamtliche Helfer und unsere Klostergäste beim Arbeiten in der Stiftung begleite.

Zusätzlich bin ich zuständig für die Sauberkeit und Ordnung in den Räumen. Die Vorratshaltung, Einkäufe sowie Planung für die Verpflegung in Kursen gehören zu meinen Aufgabenbereichen. Es macht mir Freude, mich mit unseren Gästen im Offenen Kloster um Haus und Garten zu kümmern.

Kathrin Meyer

Seit Februar 2018 lebe ich im Klosterhaus. In meiner Sabbatzeit im Schuljahr 2018/19 möchte ich noch tiefer in die Gemeinschaft hineinwachsen. Die Fragen, was mein Leben sinnvoll und fruchtbar macht und welche Aufgabe mir Gott in meinem Leben gibt, beschäftigen mich sehr. Antworten kann ich nur im Gespräch mit anderen Menschen und im Gebet finden. Lebendigkeit erfahre ich auch beim Expressiven Malen und es freut mich sehr, dass ich Gäste oder auch kleine Gruppen beim Malen begleiten darf. Dort erlebe ich immer wieder voller Staunen, wie sich durch das Spiel mit den Farben neue, ungeahnte Räume öffnen. Es liegt mir auch sehr am Herzen, die Bibel als lebendiges Wort Gottes zu vermitteln.

Ursula Pangratz

In den letzten Jahren habe ich mich sehr stark meinem Beruf gewidmet. Es war eine gute Zeit. Meine Arbeit war sinnvoll und hat mich ganz beansprucht. Nach und nach habe ich gespürt, dass dieses berufliche Engagement, so vielfältig und anspruchsvoll es auch war, angesichts der Frage nach dem Sinn und der Endlichkeit meines Lebens keine tragfähige Antwort geben kann. Gesundheitliche Probleme gaben mir einen klaren Hinweis, dass ich etwas Grundlegendes ändern muss.

So habe ich hier in der Stiftung Aham angefragt, ob es einen Platz für mich gibt. Ende August bin ich im Klosterhaus eingezogen, wo ich mit Kathrin und Carmen zusammenwohne. Es war schön für mich, dass ich hier von Herzen willkommen geheißen wurde. Ich freue mich, nun ein Teil der Gemeinschaft in Aham zu sein und bin sehr gespannt, wie das mein Leben verändern wird.

Mitarbeiter und Helfer

Über das gesamte Jahr verteilt sind es viele, die bei uns mit anpacken. Mal sind es dringende Aufgaben, mal ganz spezielle Heraus­forderungen, vor denen wir stehen. Hier kommen unsere Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer zu Wort.

Jutta

Seit mehreren Jahren bin ich Vorstands­vorsitzende des Kinderhaus­verein Afrika. Schon als Jugendliche war es ein Lebensziel für mich, not­leidende Kinder in der Welt zu unter­stützen. Ich bin dankbar, dass dieser Wunsch durch die Arbeit für die Kinder in Simbabwe Realität geworden ist. Diese Arbeit verrichte ich auf dem Boden meiner langjährigen Freundschaft mit den Menschen in Aham. Aham ist für mich der Ort, an dem im alltäglichen Leben um Bewusstsein, um Liebe, um Begegnung mit Gott gerungen wird. Das ist wesentlich, gerade in unserer heutigen Zeit – und der Grund, warum ich mithelfe und mitarbeite. Gemeinsam mit Joseph leite ich den Gebetsweg: ein Weg, der uns Aufmerk­samkeit und Stille lehrt; ein Weg, der uns gleicher­maßen zu uns selbst, zum Anderen und zu Gott führt.

Christine

Die notleidenden Kinder und Jugend­lichen in Simbabwe liegen mir besonders am Herzen. Deshalb habe ich vor ein paar Jahren das Amt der 2. Vorsitzenden des Kinder­haus­vereins angenommen. Die vielen Jahre meiner Mitarbeit in Aham haben mich von Grund auf eine neue und vor allem eine lebendigere, freiere und freudigere Sichtweise auf das Leben erfahren lassen. Einher­gehend mit dieser Entwicklung habe ich mich dem Glauben neu zugewandt, wodurch sich auch meine Beziehungen und meine Lebens­weise im Alltag nach­drücklich gewandelt und vertieft haben. Zusammen mit meinem Mann Alfred helfe ich mit, dass die Stiftung Aham lebendig bleibt, sich weiter­entwickeln kann und die Menschen, die ins Offene Kloster kommen, Hilfe erfahren.

Sören

Die Gemeinschaft in Aham ist mir wichtig. Die Menschen, die dort leben und die Arbeit, die sie leisten, über­zeugen mich. Für mich ist dies ein Versuch, die Heraus­forderungen dieser Zeit zu beant­worten. Diese Arbeit unter­stütze ich auf verschiedene Art und Weise. Seit einem Jahr bin ich Vorsitzender des Stiftungs­beirates und verantwortlich für den Bereich Öffent­lichkeits­arbeit. Zusammen mit Bertin Nunn leite ich die Männergruppe Von Mann zu Mann und beteilige mich an der Leitung der Gruppe »glauben und kämpfen«. Außerdem bin ich Co-Leiter in den kreativen Kursen Singen. Musizieren. Tanzen. und Farbtöne und Klangfarben.

Anette

Nach einem ganzen Jahr in der Stiftung Aham fühle ich mich den Menschen der Gemein­schaft sehr verbunden. Alle Mitglieder der Gemeinschaft haben mitgeholfen, mich in ein bewussteres und freieres Leben zu führen und mir die Ausrichtung auf den Glauben gezeigt. Ich bin sehr dankbar für ihr Geschenk, mich auf- und anzunehmen. Auch wenn ich seit September 2018 wieder in München lebe, komme ich in regel­mäßigen Abständen zurück, um soweit wie möglich am Leben der Gemeinschaft beteiligt zu sein und mitzuarbeiten.

Artur

Ich habe mehrere Jahrzehnte in der Industrie als Ingenieur gearbeitet. In dieser Zeit erkannte ich, dass es neben der Technik noch Anderes gibt: das Innen­leben der Menschen, das Miteinander, den Glauben, die Stille. Der Kontakt zu Sarah und Rolf Grigat ist in dieser Zeit entstanden und hat sich seitdem zur Freundschaft entwickelt. Die Stiftung Aham sehe ich als eine wichtige und notwendige Einrichtung, in der viele Menschen neue Hoffnung schöpfen, liebes­kundiger werden und ihren Glauben vertiefen. Deshalb helfe ich auf meine Weise als Stiftungs­beirat mit, die Gemeinschaft bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Hauptsächlich befasse ich mich mit der Installation und dem Betrieb der Computer-Infrastruktur und arbeite bei der Aktualisierung der Homepage aktiv mit.

Alfred

Mit den Menschen in der Gemeinschaft bin ich seit vielen Jahren freund­schaftlich verbunden. In heraus­fordernden Lebens- und Glaubens­fragen habe ich hier wesentliche und hilfreiche Erfahrungen machen dürfen. Als Mitglied des Stiftungs­beirates habe ich die Möglichkeit, dazu beizutragen, dass Aham ein lebendiger Ort bleibt. Auch im Kinderhausverein Afrika engagiere ich mich seit einigen Jahren als Schrift­führer und bearbeite die Projekt­filme und Fotos für Vorträge am Afrika-Tag; ich organisiere Schul­besuche und Benefiz-Veranstaltungen.

Manfred

Vor neun Jahren bin ich als Suchender über meine Frau nach Aham gekommen. Beim Kurs Zusammen-Gehen habe ich mich mühevoll von meinem inneren Panzer befreien können. Ein wesentlicher Schritt dabei war, meinen verschütteten Glauben an Gott wiederzufinden. Ohne die Unter­stützung durch die Gemeinschaft von Aham hätte ich das nicht geschafft. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Und so ist es mir eine große Freude, jetzt, nach dem Ende meiner Erwerbs­tätigkeit ein wenig zurückgeben zu können. Mit meinem Sachverstand als Ingenieur und Software­entwickler unterstütze ich Aham in allen technischen und organisa­torischen Bereichen. Ich möchte mithelfen, dass dieser wunderbare Ort erhalten bleibt und weiterhin offen steht für Suchende, wie ich es selbst auch immer noch bin.

David

Mitten in meinem ausgefüllten Beziehungs-, Berufs- und Groß­stadt­leben hat mich eine Frage nach Aham geführt: Warum bin ich hier auf dieser Welt? In den drei Jahren des Zusammen-Gehens habe ich Antworten auf diese Frage gefunden. Ich bin wunder­baren Menschen begegnet und habe meine Spiritualität wieder­entdeckt – zu der ich als Kind schon einmal völlig unbefangen Zugang hatte. Es ist mir eine Freude, etwas zurück geben zu können, und die Gemeinschaft bei der Pflege der Website zu unterstützen.

Joachim

Vor über 25 Jahren bin ich das erste Mal nach Aham gekommen – es sollte mich nie mehr loslassen. Es sind die Begeg­nungen mit mir selbst und meinen Gefühlen, aber genauso die Begegnungen mit dem Anderen, die mein Herz berühren, mich bereichern und auf meinem Weg weiterführen. Aham hat mir auch den Weg zu Gott und zu Christus geöffnet, wofür ich genauso dankbar bin. Da ich die geistig-kreative Arbeit, die in Aham geleistet wird, sehr respektiere, ja bewundere, war ich gerne bereit, eine Aufgabe im Stiftungsbeirat zu übernehmen. Meine beruflichen Erfahrungen liegen vorwiegend im Finanzbereich. Deshalb habe ich die Aufgabe der Planung und Analyse der Einnahmen und Ausgaben der Stiftung übernommen. Ich hoffe, Aham so ein kleines Stückchen zurückgeben zu können von dem, was mir dort geschenkt worden ist.

Karin

Vor gut 15 Jahren habe ich in Aham begonnen, meinen Weg zu Christus und den Menschen zu gehen. Innerhalb der Gruppe »glauben und kämpfen« ist mein Vertrauen in diesen Lebens- und Glaubens­weg stetig gewachsen. Schon als junge Frau habe ich begonnen Yoga zu üben und ich habe immer wieder Kraft und vor allem Lebendig­keit daraus gewonnen. Und dann wusste ich plötzlich, ich möchte Yoga-Lehrerin werden. Jetzt sind es bereits einige Jahre, seitdem ich Yoga unterrichte und ich tue es immer noch mit zunehmender Freude. Dabei erlebe ich, wie mich dieses kontinu­ierliche Yoga-Üben in einer größeren Tiefe für den Christus-Weg öffnet.

Monika

Nach Aham bin ich schon als junge Frau gekommen. Damals habe ich erfahren, wie wichtig es ist, den eigenen Körper zu spüren, wenn ich mir selbst und anderen begegnen möchte. Es waren erste Schritte auf dem Weg, meinen Körper achtsamer und bewusster wahr­zu­nehmen. Auch meine Spiel- und Bewegungs­freude sind auf diese Weise geweckt worden. Als meine Kinder größer wurden, habe ich eine Ausbildung zur Systemischen Tanz­therapeutin gemacht, war 8 Jahre an Kliniken tätig und arbeite jetzt als Heilpraktikerin für Körper­orientierte Psychotherapie. Beim Zusammen-Gehen in Aham habe ich erfahren, wie ich mit meinem Körper bewusst einen geistigen Weg gehen kann. Dafür bin ich sehr dankbar.

Bertin

Ich arbeite selbstständig als Schreiner­meister. Schon seit Längerem engagiere ich mich in der Männer­arbeit. Die Gruppe Von Mann zu Mann in Aham werde ich jetzt - nach Jahren des Lernens bei Rolf – gemeinsam mit Sören weiterführen.

Anja

Seit vielen Jahren bin ich mit der Gemeinschaft Aham verbunden. Vier Jahre haben mein Mann und ich in Aham gelebt. In dieser Zeit habe ich viel gelernt – über mein Inneres, über Beziehung und über ein Leben, das dem Glauben an Gott entspringt. Gemeinsam mit Renata und Josef begleite ich Menschen in dem Kurs Zusammen-Gehen.

Catarina

Seit meiner Kindheit begleiten mich Musik und Tanz. In meiner Arbeit als Cellistin und Musik­lehrerin beschäftige ich mich hauptsächlich mit notierter Musik. Das freie Spielen, die Improvisation, ist jedes Mal eine neue über­raschende Erfahrung, die in Wechsel­wirkung mit dem Gelernten tritt. Beim Tanzen verbinde ich mich unmittelbar mit der Musik. Beide Leidenschaften von mir, die Musik und das Tanzen, setze ich zusammen mit Sören im Kurs Singen, Musizieren, Tanzen ein.

Hanns-Hinrich

Kaum war ich im Spirituellen Zentrum St. Martin in München als neuer Leiter angekommen, bekam ich einen sehr einladenden Brief aus Aham. Diese Einladung bestand aus der Frage, ob ich nicht Interesse hätte, Aham kennen­zu­lernen. Mit Neugierde und einer gehörigen Portion Spannung, was mich dort erwarten könnte, freute ich mich auf die erste Begegnung. Dem ersten Zusammen­sein folgten viele weitere. Die Gemeinschaft und der Austausch in Aham sind für mich zu einem großen Gewinn geworden. Umso mehr freue ich mich von Herzen in Zukunft in Aham bei Kurs­angeboten gestaltend mit wirken zu können.