Offene Gemeinschaft

Die Offene Gemeinschaft ist ein Übungsfeld für uns selbst und für unsere Gäste. Wir brauchen einander, um zu erfahren, wer oder was wir sind. Alle zwei Monate verbringen wir einen Samstag gemeinsam mit Freunden und Gästen. Jeder ist willkommen – auch ohne Ankündigung – diesen Tag mit uns zu verbringen und einen ganzen Tag an unserem Leben teilzunehmen.

Wir wollen das, was wir in der Gemeinschaft und als Gemeinschaft leben und erleben, anderen Menschen zugänglich machen:
Wir sprechen und arbeiten zusammen und wir leben unsere Tagesstruktur miteinander.

Bei den ganztägigen Veranstaltungen gibt es am Nachmittag eine Gesprächsrunde, in der wir der Frage nachgehen, was ein Leben in Gemeinschaft bedeutet. Anschließend bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten, zu zweit oder als kleine Gruppen miteinander in lebendigen Austausch zu kommen: Singen, Körperarbeit, Malen oder Spazierengehen. Nach dem gemeinsamen Beten und Singen in der Kapelle und dem Abendessen verabschieden wir uns voneinander.

Manche Menschen nehmen seit langem regelmäßig an diesen Treffen teil, andere hin und wieder. Wir freuen uns über jeden, der kommt.

Wir treffen uns immer um 8.30 Uhr in Aham. Wer mag, kann bereits am Morgengebet um 6:30 Uhr teilnehmen.

Worte der Teilnehmer

Alle zwei Monate ist offene Gemeinschaft. Es ist ein Tag, den ich nicht allein verbringe, sondern mit Menschen, die wie ich auf dem Weg sind. Ich freue mich, dass Gespräche auch über das Alltägliche hinaus möglich sind.
Wir begrüßen uns herzlich. Wir umarmen uns. Wir schauen uns an. Viele sind seit Jahren meine Weggefährten. Es kommen auch neue Menschen. Jeder darf sprechen. Dann geht es an die Arbeit.
In und um das Haus gibt es viel zu tun: Küche, Garten, Scheune, Hof – Einpflanzen, Ausreißen, Entsorgen, Neumachen, Reparieren, Säubern, Kochen... Bei der Arbeit kommt es oft zu tiefen Gesprächen.
Mittags kommt alles zur Ruhe. Wir treffen uns in der Kapelle und wir beten für den Frieden. Mittagessen: Wir sitzen um einen großen Tisch. Die Tischgespräche sind lebendig. Das Essen schmeckt in Gemeinschaft gut.
Den Nachmittag verbringt jeder auf seine Weise. Ich gehe zum Yoga und spüre meinen Körper. Andere gehen in die Werkstatt und malen. Das gemeinsame Singen macht mir am meisten Freude. Wir schließen mit einer Gesprächsrunde. Manche bleiben noch beim Abendessen.

Kathrin kommt seit vielen Jahren zur Offenen Gemeinschaft